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Hillers, Marta: Eine Frau in Berlin.
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Buchhandel.de
Autor:Hillers, Marta
Titel:Eine Frau in Berlin
Untertitel:Tagebuchaufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945
Nebeneinträge:Anonyma ; Marek, Kurt W
Verlag:München: btb Verlag (TB)
Signatur:943
Auflage:Einmalige Sonderausg.
Erscheinungsjahr:2008
Aufnahmejahr:2021
ISBN:9783442737949
Schlagworte:Erlebnisbericht ; Weltkrieg ; Kriegsende ; Militär ; Junge Frau ; Lebensbewältigung ; Umgang ; Russen
Interessenskreise:Krieg
Reihe:btb
Umfangsangabe:282 S
Statistikgruppe:A
Exemplarzahl:1 Exemplare, 1 verfügbar, 0 verliehen
Barcode:00022332
Medien-Status:verleihbar
Annotation:Als kurz nach Kriegsende ihr lang vermisster Freund Gerd glücklich und unerwartet von der Ostfront zurückkehrt, findet er eine ihm fremde Welt vor. Die Entfremdung wird noch größer nach einem Blick in die Tagebuchaufzeichnungen seiner Freundin. Auf seine Frage nach dem darin häufig verwendeten Kürzel "Schdg." kann sie nur bitter lachen. "Na, doch natürlich Schändung." Kurz darauf verschwindet Gerd. Ob für immer aus dem Leben der Frau aus Berlin -- wie so vieles wissen wir es nicht. Ihre Trauer darüber hielt sich in Grenzen. Nach all dem Durchlittenen war in ihr für Liebe und Zärtlichkeit kein Platz mehr frei. Anonymas unterkühlter, fast lakonischer Berichtston lässt die sich anschließenden Plünderungs- und Vergewaltigungsorgien in all ihren scheußlichen Details umso drastischer erscheinen. Trotz mehrfacher Schändung zeichnet sie ein wohltuend differenziertes Russenbild, frei von allem Untermenschendenken. Sehr bald jedoch erkennt sie pragmatisch: "Ein Wolf musste her, der mir die Wölfe vom Leibe hielt!" Anatol wird ihr "ständiger Begleiter". Fragen nach moralischer Integrität tauchen in ihr auf, werden weggewischt. In diesem Zusammenhang liefert sie auch eine schonungslose Bestandsaufnahme deutscher Mannsbilder, die sich nicht scheuten, Kellerfrauen dem Feinde zuzuführen, um selbst ungeschoren davonzukommen